
Was sind reproduktive Rechte?
Um eine nachhaltige, gerechte Entwicklung zu garantieren, müssen die Menschen in der Lage sein, ihr reproduktives und sexuelles Leben selbst zu bestimmen.
Dies schließt folgende Rechte ein:
- Das Recht auf reproduktive Gesundheit als Bestandteil der allgemeinen Gesundheit, während des gesamten Lebens, für Frauen und Männer gleichermaßen.
- Das Recht auf reproduktive Entscheidungsfindung. Dies beinhaltet die freie Entscheidung zu Hochzeit und Familienplanung, die Bestimmung von Anzahl, Zeitpunkt und Abstand zwischen den Kindern sowie das Recht auf Zugang zu Informationen, die für die freie Entscheidungsfindung benötigt werden.
- Das Recht auf Gleichheit und Gleichberechtigung für Frauen und Männer. Alle Individuen sollen freie und bewusste Entscheidungen auf der Basis guter Informationen treffen können, in allen Lebensbereichen und ohne Diskriminierung auf Grund ihres Geschlechts.
- Das Recht auf reproduktive Sicherheit: Dies umfasst Sicherheit vor sexueller Gewalt und Zwang sowie das Recht auf Privatsphäre.
Was bedeutet Reproduktive Gesundheit?
Reproduktive Gesundheit ist ein Menschenrecht und ermöglicht die Erreichung nachhaltiger Entwicklung. Investitionen in reproduktive Gesundheit retten und verbessern Leben, verlangsamen die Verbreitung von HIV/Aids und unterstützen die Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern. Diese wiederum helfen dabei, das Bevölkerungswachstum zu stabilisieren und Armut zu verringern.
Investitionen in reproduktive Gesundheit müssen beim Individuum beginnen, sich ausdehnen auf die Familie und zentral werden für die Entwicklungspolitik der ganzen Welt.
Reproduktive Gesundheit zu verbessern, bedeutet, mit Hilfe breit angelegter Strategien in verschiedensten Bereichen menschlichen Lebens Aktionen zu setzen.
Schlüsselbereiche sind:
- Schutz vor HIV/Aids
- Minimierung der Risiken einer Mutterschaft
- Unterstützung von Kindern und Jugendlichen
- Hilfe in Notsituationen Absicherung von Diensten reproduktiver Gesundheit
- Vorsorge und Behandlung von Fistula