
Der neue Weltbevölkerungsreport spricht von einem Meilenstein, den die Welt 2008 erreichen wird: Zum ersten Mal in der Geschichte wird mehr als die Hälfte der Menschen – 3,3 Milliarden – in städtischen Gebieten leben.

Die Bevölkerung in Afrika und Asien wird sich verdoppeln und somit größer sein als China und die USA zusammen. Diese Entwicklung bringt große Herausforderungen, aber auch enorme Chancen.
Während heute noch etwa 300 Millionen AfrikanerInnen in städtischen Gebieten wohnen, werden es im Jahr 2030 voraussichtlich 742 Millionen sein.
Ein Großteil des urbanen Wachstums betrifft vor allem ärmere Menschen und besonders hart trifft es Frauen, auch in den Städten. Eine/r von drei StadtbewohnerInnen weltweit lebt heute in Slums - insgesamt eine Milliarde Menschen. Mehr als 90 Prozent der SlumbewohnerInnen leben in den so genannten Entwicklungsländern. Zwischen 1990 und 2005 hat sich die Slumbevölkerung in Afrika südlich der Sahara auf fast verdoppelt, auf knapp 200 Millionen.
Die Wasserversorgung in den Städten wird immer kritischer. In den Städten Afrikas südlich der Sahara ist es nicht ungewöhnlich, dass sich 250 Haushalte drei Toiletten und eine Dusche teilen. In Ostafrika sind die Wartezeiten an den Wasserentnahmestellen zwischen 1967 und 1997 durchschnittlich von 28 auf 92 Minuten gestiegen.
Sie können den neuen Weltbevölkerungsbericht jederzeit bei uns bestellen unter info@swi-austria.org oder 01 5857699.
Lesen Sie eine Zusammenfassung des Weltbevölkerungsberichts 2007
Weiterführende Informationen:
Factsheet zum Thema Verstädterung www.weltbevoelkerung.de/pdf/wbb07_fs_verstaedterung.pdf
Grafik: Die größten Megastädte der Welt www.weltbevoelkerung.de/pdf/wbb07_megastaedte.pdf
Grafik: Anteil der städtischen Bevölkerung nach Regionen
www.weltbevoelkerung.de/pdf/wbb07_staedt_bev_regionen.pdf
Grafik: Die Stadtbevölkerung in Entwicklungsländern wächst rasant
www.weltbevoelkerung.de/pdf/wbb07_stadtbev_entwicklungslaender.pdf
Grafik: Weltbevölkerungsprojektionen für 2050
www.weltbevoelkerung.de/pdf/wbb07_weltbev_projektionen.pdf
Quellen: DSW / UNFPA