

In allen Ländern, vor allem in Industrieländern, sind Einrichtungen und Investitionen zur Lebenserhaltung alter Menschen ein Muss, kein Luxus. Alt werden zu können ist ein Privileg und stellt eine Herausforderung für Gesellschaften dar.
Kurz im Blick:
- im Jahr 2000 gab es weltweit 600 Millionen Menschen, die 60 Jahre und älter waren, 2025 wird diese Zahl auf 1.25 Milliarden ansteigen und bis 2050 die 2 Milliarden Marke erreichen.
- Etwa zwei Drittel aller älteren Menschen leben in Industrieländern, 2025 werden es 75 % sein.
- In den Industrieländern wächst die Gruppe der über 80Jährigen am schnellsten
- In nahezu allen Gesellschaften überleben Frauen Männer, vor allem bei den über 80Jährigen ist das Verhältnis 2:1.
Die ältere Generation – eine treibende Kraft für Entwicklung
ExpertInnen sprechen von einer weltweiten Bevölkerungsrevolution. In unserer schnell alternden Welt spielen alte Menschen zunehmend eine tragende Rolle, sowohl gesellschafts- als auch finanzpolitisch gesehen: sie engagieren sich als Freiwillige in verschiedensten Bereichen, vermitteln Wissen und Erfahrung, helfen ihren Familien bei der Kinderbetreuung etc.
Bereits jetzt zeichnet sich, zum Beispiel in Afrika, die tragende Rolle der älteren Generation ab. Millionen von erwachsenen HIV/Aids-Patienten werden zu Hause von ihren Eltern gepflegt und nach ihrem Tod, kümmern sich meist die Großeltern um deren Kinder.
Aber nicht nur in den so genannten Entwicklungsländern spielt die ältere Generation eine tragende Rolle. In Spanien zum Beispiel wird die Pflege kranker und bedürftiger Menschen hauptsächlich von älteren Frauen übernommen. Eine Studie der Durán H. Fundación BBVA im Jahr 2002 errechnete den Zeitaufwand in Minuten aus:
65-74Jährige verbringen täglich 201 Minuten im Pfelgebereich, 75-84Jährige sogar 318 Minuten. Jüngere Menschen im Alter von 30 bis 49 Jahren kommen hingegen nur auf 50 Minuten täglich.
Um dieses Pflegesystem aufrechtzuerhalten, müssen die jeweiligen Gesellschaften der älteren Generation einen gewissen Status an Gesundheit und Lebensqualität garantieren. Die notwendigen Rahmenbedingungen fehlen häufig.
Als Ergebnis der ersten Weslteversammlung zum Thema Altern in Wien 2002 entstand der Madrid International Plan of Action sowie 2002 die WHO Report „Active Aging – A Policy Framework“.
Quelle und weiterführende Informationen: Weltgesundheitsorganisation - World Health Organization www.who.org