
Eine Podiumsdiskussion anlässlich der Mai Ausgabe des Südwind-Magazins, das sich ganz der Gesundheit für alle verschreibt.

Gesundheit für alle - auf diesen Leitspruch der Primary Care, der Basisgesundheitsversorgung, haben sich schon 1978, bei der berühmten Konferenz von Alma Ata, alle Mitgliedsstaaten der Weltgesundheitsorganisation (WHO), d.h. praktisch alle Staaten der Welt, geeinigt. Mehr als 30 Jahre später ist diese Forderung immer noch eine Vision - auch wenn die Kosten zu ihrer Verwirklichung gar nicht so hoch wären. Die zeitgeistige Tendenz, öffentliche Dienstleistungen zu kommerzialisieren, in ein Objekt des freien Marktes umzuwandeln, beeinträchtigt uach eine demokratische egalistäre Gesundheitsversorgung. Die private Gesundheitsindustrie drängt unermüdlich auf eine Optimierung der Zusammenarbeit von Forschung, Wirtschaft und Politik. Demgegenüber steht die in über 100 Staaten aktive Bewegung der People's Health Movement, nichtstaatliche, basisorientierte Initiativen der medizinischen Basisversorgung, für die Gesundheit in ihrem umfassenden Begriff ein Menschenrecht darstellt (www.suedwind-magazin.at)
ES DISKUTIEREN:
Marlene Brandl, Medizinstudentin, Gesundheitsaktivistin
Doris Burtscher, Ethnomedizinerin, Beraterin der Ärzte ohne Grenzen
Markus Schallhas, Ethnologe, Patientenanwalt
Sabine Vogler, Gesundheits- und Arzneimittelsystemforschung
Irmgard Kirchner (Moderation), Chefredakteurin des Südwind-Magazins
ORT: Centrum für Internationale Entwicklung, Sensengasse 3, 1090 Wien
ZEIT: 4. Mai 2010, 19.00 (mit anschließendem Buffet)