
Mehr als 75 RepräsentantInnen religiöser Gruppen und Organisationen aus aller Welt haben am 21. Oktober 2008 ein globales interreligiöses Netzwerk gegründet, um gemeinsam gegen Müttersterblichkeit, HIV/Aids und Armut zu kämpfen.
Das Netzwerk, an das sich VertreterInnen aller religiösen Richtungen weltweit angeschlossen haben, wurde in Istanbul im Rahmen einer zwei tägigen UNFPA Konferenz ins Leben gerufen.
Das Interreligiöse Netzwerk für Bevölkerung und Entwicklung (Interfaith Network on Population and Development) beschreibt ihre Mission so: „Wir werden miteinander arbeiten und gemeinsam dafür eintreten, dass sich die Lebensbedingungen verbessern und die Menschen bessere Rechte haben, vor allem in Bezug auf Frauen und Jugendliche."
"Es geht uns darum, Strategien zu finden, wie wir am effektivsten zusammenarbeiten können, um zu garantieren, dass jede Geburt gewollt ist, dass jede Schwangerschaft sicher ist, dass kein junger Mensch HIV infiziert ist und dass jedes Mädchen und jede Frau mit Würde und Respekt behandelt wird“, fasst Thoraya Obaid, UNFPA Executive Director zusammen und meint weiter „wir haben gelernt, dass das vermitteln von religiösen Traditionen helfen kann, Probleme bei der Wurzel zu packen und zudem helfen kann, wichtige Bereiche anzusprechen und zu verbesser: Müttergesundheit, Stärkung der Frauen, HIV/AIDS, MigrantInnen, Gewalt gegen Frauen, Unterstützung von Personen in Krisensituationen.
Auch wenn wir aus ganz unterschiedlichen religiösen Richtungen kommen, aus verschiedenen Ländern sind und unterschiedliche Erfahrungen gemacht haben, teilen wir wichtige Werte wie Toleranz, Mitgefühl, Respekt voreinander und die Leidenschaft, die Lebensbedingungen für jene Leute, für die wir arbeiten, zu verbessern.“
Die einhellige Meinung der Mitglieder aus über 100 Länder aus Afrika, dem Mittleren Osten, Asien, Westeuropa und Lateinamerika lautet: nicht vordergründig auf Ergebnisse pochen, sondern Brücken bauen. Brücken bauen zwischen religiösen Gruppen, politischen EntscheidungsträgerInnen und der säkularen Zivilgesellschaft.
Quelle: UNFPA