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Österreichische Stiftung für Weltbevölkerung und internationale Zusammenarbeit



29. September 2008

Frauen Empowerment zur HIV/Aids Prävention

Jede Sekunde stirbt ein Mensch an HIV/Aids. Im Jahr 2007 sind insgesamt zwei Millionen Menschen an der Immunschwächekrankheit gestorben, 270.000 davon waren noch Kinder.

Insgesamt gab es 2007 weltweit etwa 33 Millionen Menschen mit HIV/Aids, die Hälfte davon sind Frauen und zwei Millionen der Betroffenen sind unter 15 Jahre alt.

Die UNFPA hat auf ihrer Homepage eine Aids Clock , die Daten und Fakten zu HIV/Aids anschaulich darstellt. Und hier können Sie den aktuellen „2008 Report on the Global Aids Epidemic“ von Unaids herunterladen.

50% Frauen
HIV/Aids wird immer weiblicher, mittlerweile sind 50% der Infizierten Frauen. Durch Geschlechter-Inbalancen und sexuelle Gewalt sind Frauen gefährdeter als Männer, mit dem Virus infiziert zu werden. In umfassende HIV/Aids Prävention für Mädchen und Frauen zu investieren ist auch ein Investment in die Gesundheit von Buben und Männern.

Safer Sex geht uns alle an und bedeutet:
- Gegenseitiger Respekt in Partnerschaften und das Recht, nein zu sagen
- Null Toleranz gegenüber Zwang und Gewalt
- Zugang zu Kondomen für Frauen und Männer und Informationen über den richtigen Gebrauch
- Über den eigenen Gesundheitsstatus und den des/der Partnerin Bescheid zu wissen, besonders über HIV/Aids

Aufklärung für Kinder und Jugendliche
Aufklärung und Sexualkunde sollte bereits in den Volksschulen stattfinden, damit junge Menschen über HIV/Aids informiert sind und über Verhütung und Prävention Bescheid wissen, um:

- Gleichheit der Geschlechter in Beziehung und in der Gesellschaft aufzubauen
- Die rechte jedes/r einzelnen zu akzeptieren, auch das Recht, Sex zu verweigern
- Safer Sex zu praktizieren
- Gewalt zu beenden
- Unterschiedliche sexuelle Orientierungen zu akzeptieren
- Über den eigenen HIV informiert zu sein

Über den eigenen HIV Status und den des/der PartnerIn Bescheid zu wissen, ist ein essentieller Schritt, um weitere Infektionen vorzubeugen. Alle Menschen sollten Zugang zu vertraulichen HIV/ Aids Teststellen und Behandlungszentren haben. Jede/r sollte dabei unterstützt werden, sich testen zu lassen – quer durch alle Schichten in der Gesellschaft. So kann Stigmatisierung und Diskriminierung von HIV/Aids Infizierten abgebaut werden.

Kondome für Frauen und Forschung

Gegenüber 700 Kondomen für Männer steht die Verteilung von einem Kondom für Frauen. Verstärkte Finanzierung für die Verteilung von weiblichen Kondomen und Informationen über den sicheren Gebrauch von Kondomen für Frauen und Männer sind gefragt und Investitionen in Forschung und neue Methoden, vor allem bezüglich Prävention von Frauen selbst, müssen dringen vorangetrieben werden.

Neuinfektionen bei Frauen und jungen Menschen steigen rasch an, vor allem durch heterosexuellen Sex. Diese beiden gefährdeten Gruppen können am besten durch umfassende Serviceeinrichtungen für Reproduktive Gesundheit erreicht werden (Verhütung, Schwangerschafts- und Geburtsbetreuung, Überprüfung und Behandlung von sexuell übertragbaren Krankheiten).
Zugang zu derartigen Einrichtungen sollte verstärkt ermöglicht und erleichtert werden, und diese Stellen sollten Bewusstseinsbildung und Aufklärung betreiben:

- Frauen und Paaren zu lernen, wie sie das Risiko, sich mit HIV zu infizieren, verringern können
- Gegen Gewalt gegen Frauen aufstehen und Betreuung und Behandlung anbieten
- Reproduktive Gesundheits-Services für Frauen, die HIV/Aids infiziert sind, ermöglichen

HIV Prävention = Schutz der Menschenrechte der Frauen

- Beendigung von Gewalt gegen Frauen und Mädchen
- Beendigung von Stigmatisierung und Diskriminierung von Menschen, die mit HIV/Aids leben
- Forderung der Gleichberechtigung von Frauen. Gleiches Recht bei Besitz und Erbe, gleiche Chancen am Arbeitsmarkt, in der Ausbildung, in der Politik. Weltweit.


Quelle: iwhc.org/resources/hivprevention.cfm

 

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