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Österreichische Stiftung für Weltbevölkerung und internationale Zusammenarbeit



29. August 2008

Weltbevölkerungstag am 11. Juli 2008 - 40 Jahre Menschenrecht auf Familienplanung

DSW: "Deutschland tut viel, aber noch lange nicht genug"

Juli 2008 -- Der diesjährige Weltbevölkerungstag steht im Zeichen des Menschenrechts auf Familienplanung. Vor 40 Jahren gestanden die Vereinten Nationen jedem Menschen das Recht zu, frei und eigenverantwortlich über die Anzahl seiner Kinder und den Zeitpunkt ihrer Geburt zu entscheiden. In weiten Teilen der Welt ist der Zugang zu Sexualaufklärung und Verhütung jedoch noch immer nicht verwirklicht. Darauf macht die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) anlässlich des internationalen Gedenktages aufmerksam.
Mangelnde Familienplanung verursacht Leid
Der mangelnde Zugang zu Familienplanung hat gravierende Folgen für das Leben der Menschen in Entwicklungsländern, insbesondere für Mütter und Kinder. Mehr als 200 Millionen Frauen würden gern verhüten, wenn sie die Möglichkeit dazu hätten, etwa 76 Millionen Frauen werden allein in den Entwicklungsländern jedes Jahr ungewollt schwanger. "Vor allem für Jugendliche ist das Menschenrecht auf Familienplanung noch immer ein Fremdwort", betont Renate Bähr, Geschäftsführerin der DSW. "Jedes Jahr bekommen über 14 Millionen junge Frauen im Teenageralter ein Kind, mehr als die Hälfte von ihnen ungewollt." Viele müssen die Schule verlassen oder ihre Ausbildung abbrechen und stehen vor einem Leben in Armut und Not. "In den Entwicklungsländern gehören Schwangerschaft und Geburt noch immer zu den Haupttodesursachen für Mädchen im Teenageralter. Es ist ein Skandal, dass Mutterschaft im 21. Jahrhundert noch immer so viel Leid verursachen kann!"

Der unzureichende Zugang zu Familienplanung beschleunigt zudem das rasante Bevölkerungswachstum in den Entwicklungsländern, das eine erfolgreiche Armutsbekämpfung unmöglich macht. Allein in Afrika wächst die Bevölkerung von heute 944 Millionen Menschen Schätzungen der Vereinten Nationen zufolge auf fast zwei Milliarden Menschen im Jahr 2050 – etwa eine Milliarde mehr Menschen, die versorgt werden wollen.
Mehr Investitionen in Familienplanung dienen allen
"Im Zeitalter der Wirtschafts- und Umweltrisiken dient der Zugang zu Aufklärung und Verhütung nicht nur der Umsetzung des Menschenrechts, sondern liegt auch im gemeinschaftlichen Interesse", betont Renate Bähr. "Um diesen Zugang für alle Menschen zu ermöglichen, muss die Staatengemeinschaft dringend mehr in Familienplanung investieren." Um den ungedeckten Bedarf an Verhütungsmitteln zu decken, werden mindestens 1,2 Milliarden US-Dollar pro Jahr benötigt. Derzeit stellen die Geber lediglich 550 Millionen US-Dollar bereit. Und der Bedarf an Aufklärung und Verhütung wird aufgrund der jungen Bevölkerung in den Entwicklungsländern weiter wachsen: Schätzungen der Vereinten Nationen zufolge wird die Nachfrage nach Verhütung bis 2025 um 40 Prozent zunehmen. "Auch Deutschland muss zu seiner Verantwortung stehen", mahnt Bähr. "Die Bundesregierung ist zwar auf gutem Wege, leistet aber noch lange nicht genug."

Die DSW ist eine international tätige Entwicklungshilfeorganisation. Sie hilft jungen Menschen in Afrika und Asien, sich selbst aus ihrer Armut zu befreien. Ungewollte Schwangerschaften und Aids verschärfen die Armut und bedeuten für viele Jugendliche den Tod. Deshalb unterstützt die Stiftung Aufklärungsinitiativen und Familienplanungsprojekte in Entwicklungsländern.

Weltbevölkerungstag am 11. Juli 2008
40 Jahre Menschenrecht auf Familienplanung
DSW: "Deutschland tut viel, aber noch lange nicht genug"

Hannover, 10. Juli 2008.Der diesjährige Weltbevölkerungstag steht im Zeichen des Menschenrechts auf Familienplanung. Vor 40 Jahren gestanden die Vereinten Nationen jedem Menschen das Recht zu, frei und eigenverantwortlich über die Anzahl seiner Kinder und den Zeitpunkt ihrer Geburt zu entscheiden. In weiten Teilen der Welt ist der Zugang zu Sexualaufklärung und Verhütung jedoch noch immer nicht verwirklicht. Darauf macht die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) anlässlich des internationalen Gedenktages aufmerksam.
Mangelnde Familienplanung verursacht Leid
Der mangelnde Zugang zu Familienplanung hat gravierende Folgen für das Leben der Menschen in Entwicklungsländern, insbesondere für Mütter und Kinder. Mehr als 200 Millionen Frauen würden gern verhüten, wenn sie die Möglichkeit dazu hätten, etwa 76 Millionen Frauen werden allein in den Entwicklungsländern jedes Jahr ungewollt schwanger. "Vor allem für Jugendliche ist das Menschenrecht auf Familienplanung noch immer ein Fremdwort", betont Renate Bähr, Geschäftsführerin der DSW. "Jedes Jahr bekommen über 14 Millionen junge Frauen im Teenageralter ein Kind, mehr als die Hälfte von ihnen ungewollt." Viele müssen die Schule verlassen oder ihre Ausbildung abbrechen und stehen vor einem Leben in Armut und Not. "In den Entwicklungsländern gehören Schwangerschaft und Geburt noch immer zu den Haupttodesursachen für Mädchen im Teenageralter. Es ist ein Skandal, dass Mutterschaft im 21. Jahrhundert noch immer so viel Leid verursachen kann!"

Der unzureichende Zugang zu Familienplanung beschleunigt zudem das rasante Bevölkerungswachstum in den Entwicklungsländern, das eine erfolgreiche Armutsbekämpfung unmöglich macht. Allein in Afrika wächst die Bevölkerung von heute 944 Millionen Menschen Schätzungen der Vereinten Nationen zufolge auf fast zwei Milliarden Menschen im Jahr 2050 – etwa eine Milliarde mehr Menschen, die versorgt werden wollen.
Mehr Investitionen in Familienplanung dienen allen
"Im Zeitalter der Wirtschafts- und Umweltrisiken dient der Zugang zu Aufklärung und Verhütung nicht nur der Umsetzung des Menschenrechts, sondern liegt auch im gemeinschaftlichen Interesse", betont Renate Bähr. "Um diesen Zugang für alle Menschen zu ermöglichen, muss die Staatengemeinschaft dringend mehr in Familienplanung investieren." Um den ungedeckten Bedarf an Verhütungsmitteln zu decken, werden mindestens 1,2 Milliarden US-Dollar pro Jahr benötigt. Derzeit stellen die Geber lediglich 550 Millionen US-Dollar bereit. Und der Bedarf an Aufklärung und Verhütung wird aufgrund der jungen Bevölkerung in den Entwicklungsländern weiter wachsen: Schätzungen der Vereinten Nationen zufolge wird die Nachfrage nach Verhütung bis 2025 um 40 Prozent zunehmen. "Auch Deutschland muss zu seiner Verantwortung stehen", mahnt Bähr. "Die Bundesregierung ist zwar auf gutem Wege, leistet aber noch lange nicht genug."

Die DSW ist eine international tätige Entwicklungshilfeorganisation. Sie hilft jungen Menschen in Afrika und Asien, sich selbst aus ihrer Armut zu befreien. Ungewollte Schwangerschaften und Aids verschärfen die Armut und bedeuten für viele Jugendliche den Tod. Deshalb unterstützt die Stiftung Aufklärungsinitiativen und Familienplanungsprojekte in Entwicklungsländern.

Eine Grafik zum Thema finden Sie hier.

Quelle: Deutsche Stiftung für Weltbevölkerung

 

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