
18. Dezember 2007
Der Internationale Tag der Migration wurde von philippinischen und asiatischen Organisationen 1997 ins Leben gerufen. Der 18. Dezember ist jener Tag, an dem 1990 die UNO die internationale Konvention zum Schutz der Rechte aller MigrantInnen und deren Familien zu schützen, angenommen hat.
Feminisierung der Migration
Etwa die Hälfte der MigrantInnen weltweit ist weiblich und ihre Zahl steigt stetig an. Insgesamt gibt es weltweit etwa 190,6 Millionen MigrantInnen .
Jährlich emigrieren Frauen, um in anderen Ländern zu arbeiten und erwirtschaften so Millionen von Dollar, die sie in ihre Heimatländer zurücksenden. Geld, dass die Schulbildung ihrer Kinder sichert, medizinische Versorgung, Kleidung und Essen garantiert, schlicht: den Lebensstandard der Familien verbessert. Für die Gastländer ist die Arbeit der Migrantinnen derart in die gesamte Wirtschaft integriert, dass sie oftmals unbeachtet bleibt.
Jahrelang fand die Arbeit der Migrantinnen keinen Platz auf der internationalen politischen Agenda. Regierungen weltweit sollten die Chance ergreifen, um dies zu ändern. Die Stimmen der weiblichen Migranten müssen gehört werden. Werden ihre Rechte eingehalten und respektiert, profitieren beide Seiten.
Für viele Frauen eröffnet die Migration die Tür zu einem besseren Leben, in eine andere Welt mit mehr Gerechtigkeit, Befreiung von Unterdrückung und Diskriminierung.
Die Weltbank führt aktuell eine Studie zum Thema Migration und Gender durch und versucht die Dynamiken internationaler Migration aus der Genderperspektive zu erforschen.
„Migrationspolitik ist zwar im Prinzip geschlechtsneutral, praktisch gesehen jedoch nicht“, lautet der Aufruf des Chef Ökonomen der Weltbank, Francois Bourguignon, an die GesetzgeberInnen, Migrationspolitik immer aus der Genderperspektive heraus zu betreiben.
Migration und Entwicklung gehen Hand in Hand. Investitionen in die Reduzierung von Armut, Gleichheit der Geschlechter und Entwicklung sind notwendig, um ein besser organisiertes Migrationssystem zu schaffen und die Lebensumstände der Migrantinnen zu verbessern. Migrantinnen zählen zu der verletzlichsten Gruppe, sie sind weiblich und Migrantinnen. Ihre Arbeit muss anerkannt werden und ihre Menschenrechte geschützt; nur so können die Vorteile von Migration maximiert und die Risiken minimiert werden.
Interessante Links zum Thema Migration:
December 18 ist eine NGO mit einem besonderen beratenden Status des Economic and Social Council der Vereinten Nationen.
Der Weltbevölkerungsreport 2006 beschäftigt sich eingehende mit dem Thema Frauen und Migration. Sie können den Report bei uns bestellen info@swi-austria.org.
Quellen: UNFPA; December 18, WUNRN