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Österreichische Stiftung für Weltbevölkerung und internationale Zusammenarbeit



27. April 2007

Schlechter Gesundheitszustand der jungen Generation

Weltweit werden Teenager nicht ausreichend in medizinische Vorsorge und Untersuchungen eingebunden. Lancet, ein britisches Gesundheitsmagazin, berichtet über eine Generation, für die sich niemand zuständig fühlt.

Historisch gesehen war der schlechte Gesundheitszustand der jungen Generation immer auf Krankheiten wie Tuberkulose oder Polio zurückzuführen; heute resultieren die schlechten Ergebnisse aus einem ungenügenden risikobewussten Verhalten – ungeschützter Geschlechtsverkehr, übermäßiger Drogen- und Alkoholkonsum, Rauchen. Sexuell übertragene Krankheiten sind weit verbreitet, immer mehr Menschen leiden unter Fettleibigkeit, auch Depressionen bei jungen Menschen nehmen zu.

Ein Problem ist, dass sich das Gesundheitswesen zu wenig um diese Bevölkerungsschicht kümmert; sie sind zu jung für die ÄrztInnen der Erwachsenen und zu alt für die KinderärztInnen. Zudem verlängerte sich im Laufe der letzten Jahrzehnte die Zeit des „Jung-seins“, da die Leute generell später heiraten und Familien gründen und somit länger in dieser Zwischenphase leben.

Hilfreich wäre neben einer adäquaten medizinischen Betreuung auch eine besser strukturierte Gesundheitsvorsorge und –betreuung in Bezug auf Depressionen, Drogenmissbrauch oder Alkoholprobleme. Zudem plädieren die AutorInnen für mehr Aufklärung im Schulunterricht.


Quelle: The Independent, 27. März 2007

 

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