
Von Mauretanien über Ghana, Kolumbien, die Türkei nach Rumänien – häusliche Gewalt, Sklaverei, Vergewaltigungen, Sex als Überlebensstrategie, Beschneidung … sind nur ein paar Beispiele für weltweite Gewalt gegen Frauen.

„Egal in welchem Teil der Erde ein Mädchen geboren wird, sie sollte die Chance haben, ein Leben ohne Diskriminierung und Gewalt führen zu können“, sagt Thoraya Obaid, Direktorin der UNFPA anlässlich des Internationalen Frauentags 2007.
Fälle von Gewalt gegen Frauen Mädchen steigen weltweit an. Häusliche Gewalt ist immer noch ein Tabuthema, Vorfälle bleiben oftmals in den eigenen vier Wänden verborgen. Vergewaltigung als Kriegswaffe ist ein mächtiges Mittel der Krieg führenden Parteien geworden.
Laut einer WHO Studie von 2005 waren in Bangladesh, Äthiopien, Peru und Tansania mehr als 50 Prozent der Frauen bereits einmal Opfer häuslicher Gewalt. Eine UNFPA Umfrage zeigt, dass eine von fünf Frauen zumindest einmal im Leben Opfer von versuchter Vergewaltigung wird. Sexuelle Gewalt wird auch heute kaum bestraft. Im Kampf gegen Gewalt gegen Frauen muss es vor allem darum gehen, in die Verfolgung und Bestrafung von Gewaltdelikten zu investieren. Denn die weitgehende Straflosigkeit führt nicht nur zu mehr Missbrauch und Leiden, sondern erweckt den Anschein, männliche Gewalt gegen Frauen wäre akzeptabel. Nein, ist es nicht!
„Wenn du hier geboren wärst, dann würdest du auch denken, dass es normal ist, eine Frau zu schlagen und dass dich niemand darauf ansprechen würde. Erst seit kurzem beginnen die Leute darüber zu sprechen und sehen Gewalt gegen Frauen als Straftat“, erzählt ein Beamter im Ministerium für Entwicklung und Wirtschaftlichen Planung in Sierra Leone.
„Wenn wir die Straflosigkeit in Bezug auf Gewalt gegen Frauen beenden können, werden wir einen großen Schritt in Richtung Friede, Entwicklung und Menschenrechte für alle machen können“, so Thoraya Obaid.
„Die Leute denken, wenn du deine Frau schlägst, dann liebst du sie und wenn du es nicht tust, dann hast du das Interesse an ihr verloren. Den eigenen Ehemann vor Gericht zu bringen ist tabu, dann wärst du aus der Gesellschaft ausgeschlossen.“ (Sprecherin des Parlaments in Sierra Leone)
Während des Krieges waren Frauen und Mädchen in Sierra Leone menschenunwürdigsten sexuellen Verbrechen ausgesetzt, besonders Massenvergewaltigungen oder Sexsklaverei.
Für viele, die fliehen konnten, war Sex überlebensnotwendig und zum Teil sind diese Frauen gezwungen, auch heute noch ihren „Klienten“ zu dienen.
Mexiko gehört zu jenen drei Ländern Latainamerikas, wo am meisten Menschen in extremer Armut leben. Etwa 12 Prozent der Frauen wurden zum ersten Mal als Teenager schwanger, und laut Statistiken aus dem Jahr 2003 sind 160.000 Menschen mit HIV infiziert. Mexiko ist in den letzten Jahren nicht zuletzt wegen der unaufgeklärten Frauenmorde in die internationalen Schlagzeilen geraten. Seit 1993 sind in Ciudad Juarez mehr als 400 Frauen verschwunden und ermordet worden. Die Behörden haben die Ermittlungen jahrelang verschleppt, die meisten Morde sind nach wie vor unaufgeklärt.
In ihrem neu erschienenen Report „Programm to address violence against women. 10 cases“ präsentiert die UNFPA 10 Länder und berichtet über erfolgreiche Projekte im Kampf gegen Gewalt gegen Frauen und Mädchen.
Folgen Sie diesem Link, um durch die online multimedia Ausstellung der UNFPA zum Thema gegen Gewalt an Frauen zu wandern: www.unfpa.org/endingviolence/index.html
Quellen: UNFPA, amnestay international, diestandard