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Österreichische Stiftung für Weltbevölkerung und internationale Zusammenarbeit



06. März 2007

Wenn Ihre Vagina sprechen könnte, was würde sie sagen?

V-Day Vienna 2007 & vienna theatre project präsentierten The Vagina Monologues, 2.+3. März, Kosmos Theater Wien

actors vagina monologues

Gemeinsam mit 80 anderen Länder schloss sich Wien heuer erstmals Eve Ensler´s VDay Kampagne an, deren Ziel es ist, finanzielle Unterstützung für Projekte gegen Gewalt an Frauen und Mädchen zu sammeln und Bewusstsein zu schaffen.

Das vienna theatre project (vtp) präsentierte Eve Enslers erfolgreiches Theaterstück „The Vagina Monologues“ an zwei Abenden vor ausverkauften Sälen. Das Publikum war begeistert. Ein Team von 30 Schauspielerinnen und Sängerinnen führte die ZuschauerInnen durch den Abend. Kein Thema wurde ausgelassen– von Behaarung ja oder nein über Miniröcke, Vergewaltigung und Geburt zu Orgasmus.

Der Erlös der Aktion kommt den Organisationen Siw, Lefö und Frauen ohne Grenzen zugute. "Genau das ist die Aufgabe von Theater: unterhalten und bilden“, sagte Sarah Hayes, Co-Direktorin und Schauspielerin des vienna theatre project.

Wir vergessen die Vagina – wo sonst sollte unsere mangelnde Scheu und Ehrfurcht herkommen?

Das Theaterstück basiert auf 200 Interviews mit Frauen aus aller Welt; Frauen von 6 bis 75 wurde über ihre Vaginas befragt. Die witzige, aber auch intime Präsentation der Monologe auf der Bühne regte dazu an, nicht nur über die Geschichten zu lachen, sondern sich auch selbst über das Thema Gedanken zu machen oder vielleicht sogar offen(er) mit anderen darüber zu sprechen.

Ich glaube an die Kraft und das Geheimnis, Dinge beim Namen zu nennen. Denken Sie an das Wort Vagina“, sagt Eve Ensler auf ihrer VDay Webseite, „wir haben in jeder Show 128 mal Vagina gesagt, Abend für Abend, und ich glaube, dass sich dadurch eine Tür geöffnet hat, sich Energien aufgebaut haben, sich Rätsel gelöst haben“.

Und es stimmt. Tatsächlich diskutierten die Frauen und Männer nach dem Theater angeregt über das Stück. Im Rahmen der vom vienna theatre project organisierten Aktivitäten rund um die Aufführung gab es zum Beispiel bei einer Ausstellung ausreichend Gelegenheit dazu.

Vday 2007: What happened to Peace?

Dieses Jahr lag der Schwerpunkt der Kampagne auf Frauen in Konfliktregionen, Frauen, die mitten im Krieg leben oder gerade mit den Wirren der Nachkriegszeit zu kämpfen haben.
Der letzte Monolog erinnerte an eine andere Art der Krieges:
Während des Krieges im ehemaligen Jugoslawien wurden Bosnische Flüchtlingsfrauen interviewt; 20.000 bis 70.000 Frauen wurden während dieses Kriegen mitten in Europa systematisch vergewaltigt – Vergewaltigung als systematische Taktik des Krieges. Es war so schockierend zu sehen, wie wenig getan wurde, um dies Gräuel zu stoppen…“

Erst vergangenen Juni beschäftigte sich ein internationals Symposium zum Thema sexuelle Gewalt in Konfliktsituationen mit dem Thema.
Die SWI versucht, Bewusstsein zu schaffen und Strategien zu erarbeiten, auch auf parlamentarischer Ebene. Durch Dialog und effektive Umsetzung legaler Maßstäbe können wir „das scheinbar Unmögliche konfrontieren“, so Joanna Godwin-Seidl, co-Direktorin und Schauspielerin beim vienna theatre project.

Weiterführende Informationen:
www.viennatheatreproject.at
www.vday.org
www.lefoe.at
www.frauen-ohne-grenzen.org

 

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