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Österreichische Stiftung für Weltbevölkerung und internationale Zusammenarbeit



05. Dezember 2006

Afrika – Kindesmissbrauch

Eine Untersuchung der WHO in neun afrikanischen Ländern zeigt, dass Namibia die höchste Rate an Kindesmissbrauch aufweist. Mindestens eine von fünf Frauen wird sexuell missbraucht bevor sie 15 Jahre alt ist.
In einer weiteren Studie wurden malawische Schülerinnen befragt, die Hälfte gab an, von männlichen Lehrern oder Klassenkollegen sexuell berührt worden zu sein, ohne ihre Einwilligung dazu gegeben zu haben.
Statistiken zeigen, dass die Zahl der Missbrauchsopfer stetig ansteigt. Unter anderem spielt Armut eine große Rolle. Durch das schwierige Leben, können Eltern ihre Kinder oft nicht ausreichend vor sexuellen Übergriffen schützen. Die gesetzliche Lage sowie kulturelle Gepflogenheiten tragen dazu bei, dass es so schwer gelingt, gegen Kindesmissbrauch anzukämpfen. Oft heiraten die Täter ihre Opfer oder sie „bezahlen“ die Familien der Opfer, um einer Strafe zu entkommen, eine Problematik, die laut Rechtsvertretern und ÄrztInnen eine große Hürde im Kampf gegen Kindesmissbrauch darstellt.

In allen Ländern ist man bemüht, durch Kampagnen Bewusstsein zu schaffen. Die Tatsache, dass viele Kinder durch Missbrauch mit dem HI Virus infiziert werden und zum Beispiel in Zimbabwe seit 1998 mindetenns 2000 Kinder an Aids gestorben sind, trägt immerhin dazu bei, dass Kindesmissbrauch kein Tabu Thema mehr in der Gesellschaft ist, berichtet James Elder von UNICEF.

Quellen: New York Times, Unicef, WHO

 

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