
Die Erreichung des Millenniums Entwicklungsziels Nummer drei „Gleiche Rechte für Männer und Frauen“ würde die Lebensqualität, das Überleben und die Entwicklung von Kindern enorm unterstützen.
Davon geht der aktuelle UNICEF Bericht zur Lage der Kinder weltweit aus.
Starke Frauen – starke Kinder lautet das Motto.
Abtreibung von Mädchen, Genitalverstümmelung, Vergewaltigungen, Unterernährung, fehlende Bildung, Frauenhandel oder Kinderehen und Teenagerschwangerschaften – einige Faktoren, die eine gleichberechtigte Entwicklung verhindern.
Daten und Fakten:
- Jede Minute stirbt eine Frau an Komplikationen während der Schwangerschaft oder bei der Geburt, das entspricht mehr als einer halben Million Frauen jährlich
- Jedes Jahr bringen etwa 14 Millionen Mädchen zwischen 15 und 19 Jahren ein Kind zur Welt
- Trotz intensiver Mädchenförderung kommen auf 100 Buben, die nicht zur Schule gehen, immer noch 115 Mädchen. Fast zwei Drittel aller AnalphabetInnen sind Frauen.
- Jedes Jahr werden etwa 3 Millionen Mädchen beschnitten, das sind 8.000 pro Tag. Etwa 130 Millionen Frauen und Mädchen weltweit wurden beschnitten
- Laut Schätzungen von UNICEF werden in Asien jährlich etwa eine Million Minderjährigen – die meisten davon Mädchen – zur Prostitution gezwungen
- Etwa 150 Millionen Mädchen unter 18 Jahren wurden im Jahr 2002 schätzungsweise zu Geschlechtsverkehr gezwungen. Jede dritte Frau wird weltweit wird mindestens einmal im Leben Opfer von häuslicher Gewalt.
Die Diskriminierung von Frauen und Mädchen beginnt schon vor der Geburt. In China oder Indien zum Beispiel werden weibliche Föten gezielt abgetrieben.
In Südasien sind zwischen 40 und 60 Prozent der Frauen untergewichtig, weltweit werden dort die meisten untergewichtigen Kinder geboren.
Könnten Frauen im Haushalt jedoch überall gleichberechtigt mitentscheiden, würde die Anzahl unterernährter Frauen und Kinder enorm sinken.
Auch die medizinische Versorgung von Mädchen und Frauen könnte durch mehr Mitspracherecht und Gleichberechtigung gesichert werden. Oft entscheidet der Mann oder die Schwiegermutter über die Gesundheitsvorsorge der Frauen oder Töchter bzw. ist es Frauen nicht erlaubt, alleine aus dem Haus zu gehen.
Zahlreiche Studien belegen – BILDUNG ist die beste Investition. Gebildete Frauen laufen weniger Gefahr, während Schwangerschaft oder Geburt zu sterben, ihre Säuglinge sterben seltener, weil sie besser über Körper und Gesundheit bescheid wissen. Frauen, die selbst in der Schule waren, versuchen alles, um auch ihre Kinder in die Schule zu schicken. Je höher der Bildungsgrad, desto mehr Einfluss auf die eigene Lebensplanung; gebildete Frauen heiraten später, bekommen weniger Kinder und lassen sich seltener von Familie oder Arbeitswelt unterdrücken und ausbeuten. (Daten laut Untersuchungen der Weltbank)
Unter www.unicef.org können Sie den gesamten Report downloaden.
Quellen: UNICEF, Weltbank