
Eine europäische Öffentlichkeitskampagne
Eines der größten Hindernisse im Kampf gegen die extreme Armut in Afrika südlich der Sahara ist der rasante Bevölkerungszuwachs. Hier bekommen viele Frauen mehr Kinder, als sie es sich wünschen, da sie oft keinen Zugang zu wirksamen Verhütungsmethoden haben. Es ist daher erforderlich, Beratung zu Verhütung und Familienplanung umfassend zur Verfügung zu stellen, um die Armut in Afrika nachhaltig zu senken und Entwicklung zu ermöglichen. Dazu sind höhere Investitionen in die sexuelle und reproduktive Gesundheit, einschließlich Familienplanung, notwendig.
Dieses Thema rückt die SWI mit drei Partnerorganisationen stärker ins Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit. Dabei wurde auch eine wissenschaftliche Studie erstellt, die im Herbst 2011 erschienen ist.
Hier steht die Studie zum Download bereit.
Afrika südlich der Sahara ist die ärmste Region der Welt. 74 Prozent der Menschen leben hier von weniger als zwei US-Dollar am Tag. Eines der größten Hindernisse im Kampf gegen die extreme Armut ist der rasante Bevölkerungszuwachs. Der Druck auf die Gesundheits- und Bildungssysteme und die Ernährungslage ist jetzt schon massiv und wird sich in den kommenden Jahren weiter erhöhen, da es immer mehr Menschen zu versorgen gilt. Nirgendwo sonst auf der Welt wächst die Bevölkerung so stark wie in Afrika – nach UN-Projektionen wird sich die Zahl der Menschen dort bis zum Jahr 2050 wahrscheinlich verdoppeln. Hier bekommen viele Frauen mehr Kinder, als sie es sich wünschen, da sie keinen Zugang zu wirksamen Verhütungsmethoden haben.
Es ist daher erforderlich, Beratung zu Verhütung und Familienplanung umfassend zur Verfügung zu stellen, um die Armut in Afrika nachhaltig zu senken und Entwicklung zu ermöglichen.
Dieses Thema wird mit der europäischen Öffentlichkeitskampagne stärker ins Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit gerückt. Dazu wurde eine wissenschaftliche Studie erstellt, bei der der Zusammenhang zwischen Bevölkerungswachstum und wirtschaftlicher Entwicklung umfassend untersucht wurde. Die Studie ist im Herbst 2011 auf einer internationalen Konferenz in Berlin gemeinsam mit Experten aus aller Welt diskutiert worden. Darüber hinaus sind Workshops in ausgewählten afrikanischen Ländern geplant, um die Ergebnisse der Studie auch Entscheidungsträgern in Partnerländern nahezubringen. Es wird außerdem mit einer umfangreichen Öffentlichkeitskampagne in Österreich, Deutschland und Ungarn darauf aufmerksam gemacht, dass gerade in Afrika das Bevölkerungswachstum die Erreichung der Millennium-Entwicklungsziele erheblich erschwert.
Das dreijährige Projekt wird unter der Leitung der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung (DSW) durchgeführt. Partner sind die Österreichische Stiftung für Weltbevölkerung und Internationale Zusammenarbeit (SWI), das Berlin Institut für Bevölkerung und Entwicklung (BI) sowie die ungarische BOCS Foundation. Außerdem arbeitet die SWI dabei mit dem österreichischen International Institute for Applied Systems Analysis (IIASA) und Partners in Population and Development (PPD), Uganda, zusammen.